Reichster Hund der Welt wird enterbt

Der vor knapp einem Jahr bekannt gewordene “reichste Hund der Welt“, die Malteser-Hündin “Trouble”, wurde enterbt. Nach dem Tod ihres Frauchens, der New Yorker Immobilien- und Hotelmilliardärin Leona Helmsley, hatte die neunjährige Hündin “Trouble” stolze zwölf Millionen Dollar geerbt – doch ein Gericht entschied nun, dass zehn Millionen Dollar (6,5 Millionen Euro) an die gemeinnützige Helmsley-Stiftung gehen sollen. Doch auch mit den restlichen zwei Millionen Dollar dürfte die Hunde-Dame ein gutes Auskommen haben.
(via SZ)




Ein Kommentar zu “Reichster Hund der Welt wird enterbt”:

Herbert Wittl am 26.06.08 23:19

Und die Hunde erben doch!

Das Thema “Hunde erben…” war bereits vor ziemlich genau 30 Jahren so aktuell, dass es der bekannte Cartoonist Hans Traxler (“Birne Kohl” u.v.m.) 1978 als Grundlage für sein allererstes Kinderbilderbuch verwendete. Freilich ging es zu dieser Zeit um weit geringere Summen, und eine sprichwörtliche Million – damals noch DM – war allein schon derartig unvorstellbar viel Geld, dass man sich erst recht nicht vorstellen wollte, dass dieser Reichtum an fünf Hunde gehen sollte! Doch in Traxlers Buch “Fünf Hunde erben 1 Million” geschieht genau das. Die Villen-Besitzerin Miss Lilly lässt ihre beiden ungeliebten Neffen leer ausgehen und vererbt ihr gesamtes Vermögen ihren Hunden Julia, Fritz, Pauline, Mimi und Rosa. Die Neffen ihrerseits finden das natürlich gar nicht komisch. – Wie die Sache ausgeht? Überraschend!
“Es ist ein absolut verrücktes, Maßstäbe setzendes Bilderbuch … und wahrscheinlich würde sich heute kein einziger Verlag mehr dafür finden. … Heute würde niemand so eine krude Geschichte, in der alles durcheinander gerät, seinen Kindern zumuten wollen. – Befreiend ist es, und lustig!”, lobte eine Rezension auf der Kinderbuch-Website http://www.librikon.de das tierische Traxler-Werk und beklagte zugleich, dass es seit Jahren vergriffen ist.
Grund und Herausforderung genug für einen nahezu unbekannten, klitzekleinen Regensburger Verlag “edition buntehunde” (Nomen est Omen!), das schier Unmögliche zu versuchen und Hans Traxler zu einer Neuauflage zu bewegen. Doch siehe da, es gelang! So ist das Buch pünktlich zu seinem eigenen 30. Geburtstag eben erst neu erschienen (ISBN 978-3-934941-50-2), behutsam von Hans Traxler “restauriert”, … und befreiend, lustig und aktuell wie eh und je!
Und vielleicht liest es ja mal ein Bundespolitiker und nimmt sich der gerechten Sache an, dass auch in unserem Lande verdiente Tiere ihre Frauchen und Herrchen ohne “menschliche” Anfeindungen beerben können!



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