Interview mit Cesar Millan
Teil 2
Gibt es eine Spezies, mit der du noch nicht gearbeitet hast, es aber gern tun würdest und warum?
Cesar Millan: Ich arbeite sehr gern mit allen Tieren, die rudelorientiert sind: Delphine, Elefanten, Pferde, Schweine, Affen, alle anderen. Ich bin äußerst fasziniert von Meutetieren. Ich weiß, das ich habe was man braucht; ich habe die Energie. Ich bin im Einklang mit der Tierwelt. Ich weiß, das ich ruhig sein muss und selbstbewusst.
Ich würde natürlich gern die einzigartige Psyche jeder einzelnen Rasse lernen – Delphin Psychologie, Schimpansen Psychologie, Elefanten Psychologie – genauso tiefgründig wie ich die Psychologie von Hunden kenne. Auf die Art bekommen sie von mir das Meiste zurück. Ich muss eine ausgeglichene und fachkundige Person sein, um meine Reaktionen nicht zu verzögern und um zu verstehen, wie ich einer Spezies voll gerecht werden kann.
Aber eine Spezies auf diese Art kennen zu lernen dauert sehr lange. Du musst sehr vielen Tieren begegnen, um bestimmte Muster zu erkennen. Ich kann sagen, dass Hunde an Bäume pinkeln und einmal im halben Jahr auf den Partner, da ich Tausende von Ihnen beobachtet und mit ihnen gearbeitet habe. Ich habe das gleiche Verhalten bei so vielen Hunden bezeugt, dass ich jetzt mit Gewissheit sagen kann, dass es so ist.
Was ist bei den Seminaren, die du durchführst, die größte Herausforderung bei der Erläuterung deiner Ideen und Prinzipien?
Cesar Millan: Ich denke meine größte Herausforderung ist, meine eigene Unsicherheit zu überspielen. Ich habe das Reden vor Publikum nicht in der Schule gelernt, daher denke ich manchmal ich bin kein guter Redner und erreiche die Leute nicht. Aber die Unsicherheit verfliegt, wenn ich auf die Bühne trete und über das rede, was ich liebe. In der Lage zu sein, meine Leidenschaft mit Anderen zu teilen nimmt mir die ganze Nervosität.
Mein Ziel ist, einen einfachen Weg zu finden meine Nachricht zu kommunizieren: Es liegt nicht am Hund, es liegt an dir selbst. Ich hoffe, wenn die Leute aus meinem Seminar kommen, fühlen sie sich motiviert und inspiriert. Das ist wirklich alles, was es braucht, um sich zu ändern.
Ich zeige dir, wie das Endergebniss aussehen soll. Wie du es dahin schaffst liegt an dir. Meine Methode ist nicht die einzig Wahre da draussen. Es funktioniert für mich und es funktioniert für viele andere Menschen, die von meiner Technik gelernt haben. Aber das bedeutet nicht, dass es bei dir funktionieren muss. Menschen kommen in mein Seminar und sind den Ideen gegenüber aufgeschlossen, das ist wunderbar. Ich bin dafür sehr dankbar und wenn ich Menschen dazu motivieren und begeistern kann, im Hier und Jetzt zu leben und Verantwortung für ihren Hund und das Verhalten ihres Hundes zu übernehmen, dann denke ich ist das ein großartiger Anfang.
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Schön, dass mal jemand den Cesar übersetzt hat. Ich finde, dass seine Methode in Deutschland noch viel bekannter werden sollte. Meinen Tierheim-Mischling Podenko-Labrador Diego (höchstes Energieniveau) konnte ich erst wirklich verstehen, als ich mich verändert hatte. Danke, Cesar! Jetzt ist Diego ruhig, glücklich und ausgeglichen.
Die Bücher sollte wirklich jeder Hundebesitzer lesen – und nicht nur die!!
(Übrigens erinnert mich Cesar Millan an den großen Monty Roberts, der hat mit Pferdebesitzern das Gleiche geschafft – weg von Gewalt!!!!)
LG Petra
In den beiden Videos, die ich über den Herrn gesehen habe, wurden die Hunde mit Stachelhalsbändern und weiteren, die Luft abschnürenden Halsbändern solange gequält, bis sie im Todeskampf zitternd am Boden lagen und er knieend auf ihnen hockte. Sorry, aber ich bin geschockt, wie hier solch ein Verhalten und Erziehungsansichten glorifiziert werden. Wie wäre es denn, einem Hund mittels Futter, Kenntnis und Einfühlungsvermögen zu erziehen? Alles andere kommt nur dem Kommerz zugute. Schade um die Hunde, die mit Gewalt “erzogen” – besser gesagt, eingeschüchtert und “gebrochen” werden.
hallo sibylle, wo hast du denn diese videos gesehen? das klingt nämlich nicht wirklich nach methoden von cesar millan.
Cesar ist für mich einer der besten auf seinem gebiet. Mit gewalt hat das nichts zu tun. Schaun wir uns mal ein rudel wölfe an, die erziehen sich untereinander ohne leckerlis.Da gibt es einen rudelführer, und der hat keine leckerlis in der tasche. Er strahlt einfach viel ruhige energie aus.
Bei cesar gibt es solche methoden nicht, wie sybille sie beschreibt. Wir sollten dankbar sein das es solche leute wie ihn gibt, die hunde ohne gewalt erziehen und rehabilitieren´.
Ich finde Cesar’s Methoden echt spitze und sehr hilfreich. Und mit Leckerlies seinen Hund zu erziehen ist nicht falsch aber so wie Tobias schon sagte in der Natur draussen wird das auch nicht mit Leckerlies gemacht.Ich erziehe meinen Hund auch ziemlich ohne Leckerlies, ich spiele dafür manchmal mit ihm als Belohnung oder spreche mit freudiger stimme zu ihm und fühle mich gut dabei und er fühlt sich auch gut. Und ganz ohne “Gewalt” geht es nicht immer jeder Hund bekommt mal einen klapps auf den Po mit der Hand oder? Ich finde Cesar echt super und schaue mir immer seine Serien an.